Behandlungspflege nach SGB V

Gesetzlich Krankenversicherte können bei einer gesundheitlichen Einschränkung in ihrem Haushalt bzw. in ihrer Familie häusliche Krankenpflege durch Pflegefachpersonal erhalten, wenn dies zusätzlich zur ärztlichen Behandlung erforderlich ist, um

  • eine stationäre Krankenhausbehandlung zu vermeiden oder die Dauer derselben zu verkürzen, oder
  • eine Krankenhausbehandlung angezeigt aber nicht durchführbar ist oder
  • wenn sie zur Sicherung des Ziels der ärztlichen Behandlung erforderlich ist

 

Die häusliche Krankenpflege nach SGB V muss ärztlich verordnet werden. Damit der Arzt die Leistung verordnen darf, gibt es eine weitere Voraussetzung, dass die nötigen Verrichtungen nicht vom Patienten selbst oder von einer anderen im Haushalt lebenden Person durchgeführt werden können. Für die Verordnung benutzt der Arzt einen speziellen Vordruck, der zur Genehmigung bei der Krankenkasse vorgelegt wird. Die Erstverordnung umfasst einen Zeitraum von maximall 14 Tagen und dient der Beziehungspflege und der Behandlungsakzeptanz. Über die Dauer der Folgeverordnung liegen keine Grundregeln vor, der Arzt entscheidet hier selbst über den gültigen Zeitraum, um eine optimale Versorgung gewährleisten zu können.

Eine Ärztliche Verordnung kann unter anderem über folgende Leistungen ausgestellt werden:

  • Blutdruckmessung
  • Blutzuckermessung
  • Medikamente verabreichen oder die wöchentliche Aufstellung von Medikamenten
  • Einbringung von Augensalben und/oder Augentropfen
  • Injektionen (i.m. und s.c.)
  • Kompressionsstrümpfe An- und Ausziehen
  • Kompressionsverbände an- und ablegen
  • Inhalation
  • Katheterversorgung
  • Absaugen der oberen Luftwege
  • Blasenspülung
  • Wundverbände
  • Pflege/Wechsel von Trachealkanülen
  • PEG- Versorgung
  • Portversorgungen

Sollten Sie Fragen haben oder bei der Beantragung einer Verordnung Hilfe benötigen, stehen wir Ihnen gerne zur Seite.